Folge 30: Alles auf Kante

Show notes

Nach stürmischen Zeiten hat Marina Halt in der Frauen-WG unserer Einrichtung gefunden und erzählt, wie sie wieder Struktur sucht. Eine zentrale Rolle spielt dabei ihre Arbeit in der hauseigenen Wäscherei im Rahmen des 4you-Projekts: das Sortieren und Falten gibt ihrem Tag festen Halt. Sie nimmt uns mit in ihr Leben in der Unterkunft und spricht über den Wunsch nach den eigenen vier Wänden.


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Show transcript

00:00:01: Obdachlosen-Hilfe Rostock, der Podcast.

00:00:05: Authentisch und ungeschönt!

00:00:08: Ich bin Marina.

00:00:09: Und wie alt bist du?

00:00:10: Ich bin jetzt dreißig geworden.

00:00:12: Dreißig.

00:00:14: Und wohnst seit wann hier im Obdachtlosenhaus?

00:00:19: Seit Anfang April, zwölfte April.

00:00:24: Das ist fast knapp ein halbes Jahr, ne?

00:00:26: Ja

00:00:27: Mhm.

00:00:27: Und in welcher Wodanheit willst

00:00:30: du?

00:00:30: In der Frauenwege.

00:00:31: Wie viele Frauen seid ihr jetzt gerade?

00:00:33: Ich glaub insgesamt acht.

00:00:35: Und wie ist das Leben, somit acht Baune?

00:00:39: Anstrengend!

00:00:41: Aber es geht.

00:00:43: Wir haben einmal die Woche so Reinigungsplanen.

00:00:47: Das funktioniert mal mehr oder mal weniger.

00:00:51: Aber sonst doch ... Ist das eine mögliche Runde.

00:00:55: Und ihr habt denn zwei Wärtsimmern, ne?

00:00:56: Ja genau.

00:00:58: Und wenn es da mal nicht funktioniert, könnt ihr auch tauschen?

00:01:02: Tauschen jetzt nicht.

00:01:03: Aber wir haben wenigstens die Möglichkeit zu den Betreuern zu gehen und die Probleme mit denen halt zu lösen oder halt ein Gemeinder drüberzusprechen, was halt die beste Lösung ist.

00:01:17: Du hast ja ... Wir können erst mal mit deinem Job anfangen, weil das macht sehr so toll in der Waschkelle.

00:01:21: kannst du mir gleich erzählen.

00:01:22: Wir sitzen jetzt im Kaffee, haben jetzt Pause, darüber verdiente Pause.

00:01:28: Du arbeitest ja sonst in der Raschküche bei uns seit, in dem VU-Projekt ist das.

00:01:32: Richtig!

00:01:33: Willst du das mal erzählen?

00:01:34: Was das VU Projekt für dich bedeutet oder was du dir davorstellst?

00:01:39: Als ich eingezogen bin ... Ich hab in mir zwei, drei Wochen Nachmineinzug, habe ich das Angebot gekriegt, eine Wäscherei zu arbeiten.

00:01:48: Da bin ich auch sehr dankbar dafür, weil das ist für mich halt Abwechslung.

00:01:54: Ich mach das total gerne.

00:01:56: Sieht ja auch so ordentlich aus.

00:01:57: Da kann man grad vom Fußboden essen ... Das hast du so toll im Griff, da ist alles auf Kante!

00:02:02: Ich glaub, im Hotel

00:02:03: sieht das so aus.

00:02:05: Wenn ich reinkomme in die Waschgehöhung, der arbeitet hier, ist es so toll.

00:02:09: Auch dieses ganze System, also alles ganz sauber und sehr gut strukturiert.

00:02:15: Also das hast du toll im Griff, ne?

00:02:17: Toll.

00:02:17: Ich hab viel Feedback von der Tagespflege gekriegt oder auch von dem Sozialdienst.

00:02:25: Weil so Hauptdachlosenheim, Wäscherei ...

00:02:30: Klingt erst mal nicht so ein Land.

00:02:31: Ja, klingt erst einmal so ...

00:02:33: Weißt du noch wie die ersten Arbeitstage waren?

00:02:36: Also, wie dich gefühlt hat als der erste Mal da drin?

00:02:39: Wäscheerei gearbeitet hat.

00:02:40: Das erste Mal, wo ich dabei ... musste ich mich auch erst mal reinfoxen, wie was geht und wie dieser Tagesablauf ist.

00:02:48: Weil jeder hat einen anderen Tagesablauch.

00:02:51: Nachdem ich aber so in Anführungsstrichen die Wäscherei übernommen hab, habe ich das so ein bisschen alles umgeworfen und meinen eigenen Tagesablauf eher strukturiert.

00:03:04: Das war die Anfangszeit etwas schwierig für mich.

00:03:08: Aber jetzt mach' ich das total gerne!

00:03:09: Musstest du dich erst überwinden?

00:03:11: Also das erste Mal Wäsche von fremden Menschen sozusagen?

00:03:14: Nee gar nicht.

00:03:15: Nein.

00:03:17: Das gab kein Problem.

00:03:18: Was hast du früher gemacht?

00:03:20: Hast du schon mal eine Wäscherei gearbeitet oder war das jetzt das erste Mal für dich.

00:03:23: Das

00:03:23: ist tatsächlich das erste mal.

00:03:25: Früher habe ich eine Ausbildung als Bäckerin angefangen, hab sie aber nach drei Monaten abgebrochen ...

00:03:31: Aber könntest du für uns backen?

00:03:32: Könnte ich auch?

00:03:33: ja!

00:03:33: Ah,

00:03:34: das ist ja interessant.

00:03:35: Unsere Jubiläumswoche, wir brauchen noch einen Bäcker.

00:03:38: Also so die Grundstandards, das könntest Du hinkriegen, Keksebrot, Brötchen und das.

00:03:42: Ja toll!

00:03:43: Das habe ich früher jeden Tag gemacht.

00:03:47: Und da hast du aber nicht weitergemacht?

00:03:49: Nee, ich hab dann nicht weiter gemacht.

00:03:50: Weil das Problem war einfach das ... dass ich immer von Spätschicht in die Nacht schieße oder früher aufs Spä- tschicht gezwitscht bin weil immer irgendwelche Kollegen im Krankenwagen nicht gekommen sind und gekündigt haben.

00:04:05: Nicht weil mal diejenige, die hier halt eingesprungen ist.

00:04:07: Musst du zu weit fahren?

00:04:09: Nee!

00:04:10: Das waren vielleicht zehn Minuten?

00:04:12: Also das war jetzt nicht das Problem.

00:04:13: Das war praktisch eine Wechsel von zwischen den.

00:04:16: Und da kamst du nicht mit klar, das kann ja auch nicht jeder.

00:04:19: Mit diesem Wechsel.

00:04:22: Ich habe drei Monate durchgehalten aber nach drei Monaten hat dann aus selbst so mein Körper halt gesagt, ne geht nicht mehr.

00:04:29: Wie hat sich das bewältbar gemacht?

00:04:30: Hat es konntest du schlafen?

00:04:32: Schlafenmangel hatte ich ganz extrem.

00:04:34: Also du konntest da durch den Wechsel nicht gleich einschlafen?

00:04:36: Ja, richtig.

00:04:38: Ich hatte auch so Probleme halt zur Ruhe zu kommen und das ist halt... ich hab am Tag viele Energiedosen getrunken also unter der sechzehn bis achtzehnten Energiedose kamen mich nicht.

00:04:53: Oh Gott!

00:04:53: Was war das hier?

00:04:54: Ich

00:04:54: musste halt irgendwie funktionieren.

00:04:59: Und dann hast Du denn aufgehört.

00:05:00: oder musste man doch bestimmt erstmal, ich sag mal, sich das wieder abgewöhnen mit diesen Energiedrins, ne?

00:05:04: Das ist da auch eine So, das ist so wie ich morgens mein Kaffee brauche.

00:05:08: Das ist ja noch viel mehr?

00:05:11: Ja, das war auch erst meine Umstellung für mich aber nach zweieinhalb Monaten habe ich es dann wieder hingekriegt.

00:05:21: Also hat eine Weile gedauert bis du das wieder abtrainiert hattest.

00:05:24: Genau.

00:05:25: Du hast den normalen Rhythmus bekommen.

00:05:28: Das is sehr

00:05:28: schade und hattetst du über dich eine andere Ausbildung.

00:05:30: oder kann man denn überhaupt ne neue Ausbildung machen?

00:05:33: Ich hätte eine machen können.

00:05:36: Ich habe das aber nie wirklich in Angriff genommen, weil ich durch diese Kündigung in der Bäckerei bin ich im Freitagreisen geraten.

00:05:46: Treiberweise hat Drogen abhängig geworden, Alkohol abhängiger.

00:05:51: Das ist jetzt fast sechs Jahre her.

00:05:54: Heißt du, bis dann nach dem Abbruch der Bettgelehrer ist das eigentlich nicht gut für dich gewesen?

00:05:59: Also zwar war dieser Wechsel für dich auch nicht gut.

00:06:02: Dieser zeitliche Wechsel, dass es dir gesundheitlich nicht

00:06:04: gut ging,

00:06:04: aber dass du denn keine Arbeit hattest, war auch noch schlechter anscheinend.

00:06:07: Ja richtig.

00:06:08: Weil es dein Back abging.

00:06:09: Und

00:06:09: ja weil ich diesen Tagesablauf nicht mehr hatte und dadurch bin ich dann halt in falscher Kreise geraten und...

00:06:19: Wo hast Du gewohnt in der Zeit?

00:06:21: Ich hab damals in der Zeit in Warburg gewohnt, das ist so ein kleines Dörfchen.

00:06:26: In NRW?

00:06:26: Mhm.

00:06:29: Ja hinter Kassel ...

00:06:31: Also da war noch bei den Eltern gewohnte oder hast du alleine eine Wohnung gehabt?

00:06:34: Da

00:06:34: war ich tatsächlich schon Obdachlos gewesen.

00:06:36: Mhm.

00:06:37: Ich habe zwischenzeitlich beim Freund gewohnten und meinem Vater

00:06:41: ... mhm.

00:06:43: Das hat aber auch nicht ganz geklappt.

00:06:46: Dann bin ich zwischenzeitig abgehauen nach Stuttgart.

00:06:50: Mhm.

00:06:53: Da warst du im Stuttgart und bleibst aber eigentlich immer in diesem Milieu sozusagen mit Rohr und Alkohol, kam es nicht raus?

00:07:02: Ja von Stuttgar bin ich deiner München und so gefühlt alle Bundesländer heute bereist.

00:07:08: Und hast Du jedes Mal gehofft das ist ein besterleute Gerät.

00:07:12: oder was hofft man wenn man jetzt ins nächste Bundesland

00:07:16: dreißig ... Ja dadurch habe ich ja die Kindesvater also die Väter von meinen Kindern kennengelernt.

00:07:23: Dadurch auch viel Drogen kennenlernen dürfen, ganz doof gesagt...

00:07:29: Wie viele Kinder hast du?

00:07:30: Drei!

00:07:32: Wo sind die jetzt?

00:07:33: Meine große ist in der Pflegefamilie.

00:07:36: Meine mittlere wohnt in einer Wohngruppe und mein Lüte ist momentan in der Breitschaftspflege, soll aber auch in den Pflegefamilien.

00:07:45: Und was für ein Wunsch hast du für dich und deine Kinder ...

00:07:51: Mein Wunsch ist es, dass meine Kinder einen besseren Weg einschlagen wie ich.

00:07:57: Dass sie sich teilweise ein Beispiel nehmen so an mir halt, dass das ja nicht vorteilhaft ist so zu leben.

00:08:07: Ich wünsche auch meine Kinder einfach eher das Beste halt.

00:08:11: Das heißt deswegen schreibst du auch nicht die Zusammenführung an weil du sagst das ist eigentlich... Ja,

00:08:17: es funktioniert momentan einfach nicht.

00:08:19: Weil ich selber für meine Kinder nicht da sein kann, weil ich selber halt in der hier einen Obdachlosenheim wohne.

00:08:26: Ich auch teilweise gar nicht für meinen Kindern da sein kannst, weil dass ich selber nicht schaffe.

00:08:33: Weil du dich selbst erst mal gerade schaffen musst?

00:08:34: Richtig!

00:08:36: Das ist aber sehr stark.

00:08:37: also das man so sieht und sagt, dass die Kinder das erstmal wichtiger sind.

00:08:44: Na gut, da sind sie auch Enttäuschungen auf der Seite.

00:08:48: Da fühlen sich ja vielleicht auch Verlassen und so.

00:08:52: Vielleicht versuchen wir uns dann jedes Jahr zu Weihnachten noch mal zum Geburtstag.

00:08:57: Irgendwann

00:08:57: kommt bestimmt die Zeit wo Sie fragen, wer ist meine Mama?

00:09:01: Wo ist meine mama?

00:09:03: Und dann bin ich natürlich dann auch da!

00:09:07: Wie bist du hier nach Ostern gekommen?

00:09:10: Ich bin damals mit Umwegen rausgekommen.

00:09:15: Also

00:09:15: auch da, wie viele Jahre ist das umgekehrt?

00:09:18: Jetzt fast zwei Jahre.

00:09:19: Zwei Jahre.

00:09:21: Ich habe damals in Ahlen gewohnt im Baden-Württemberg.

00:09:25: Da hatte ich mit meiner mittleren Tochter, mit dem Vater zusammengewohnt.

00:09:29: War viel Gewaltdrogen.

00:09:32: Polizeiansätzen.

00:09:34: Von daraus bin ich dann ins Frauenhaus.

00:09:37: Weil das dann halt gar nicht ging ...

00:09:40: War das eine Schwierigkeit mit dem Kindsvater?

00:09:45: Ja.

00:09:45: Also war Gewalt ins Spiel und ... auch,

00:09:47: ja.

00:09:49: Das ist halt aus so einem Grund, warum ich dann gegangen bin.

00:09:53: Dann bin ich damals von Frauen aus in der eigenen Wohnung gezogen.

00:09:57: Hast du

00:09:57: die Tochter bei dir schützen gehabt?

00:10:00: Ich hab's so gut wie es geht, hab' ich sie schützen können.

00:10:03: Das hing aber an Metsdorffing ein Brüchen in den Wohnungen.

00:10:08: Von da aus bin ich dann geflüchtet nach Göttingen, ins nächste Frauenhaus.

00:10:13: Von daraus bin ich noch mal in eine eigene Wohnung gezogen und dann hatte ich meinen letzten Partner kennengelernt, der hier in Rostock halt wohnt.

00:10:25: Dadurch bin ich am Halbner Roster gekommen.

00:10:28: Da war aber genau dasselbe Spiel mit Gewalt, Stalking und so was.

00:10:34: Du bist von der Rste gekommen?

00:10:35: Und wie kannst du jetzt in unsere Einrichtung?

00:10:38: Ich kam in die Einrichtung, weil ich letztes Jahr schwanger war und mit meinem kleinsten Lütten der letztes Ja auf die Welt gekommen ist.

00:10:56: Und ich war drei Monate mit ihm im Krankenhaus gewesen, weil er halt zu früh geboren ist, hatte Herzfehler Und dadurch bin ich dann ins Frauenhaus.

00:11:10: Da hab' ich ein halbes Jahr gewohnt und es war für mich auch schwierig, da irgendwie klarzukommen.

00:11:17: Das war nicht mein Zuhause.

00:11:18: Ich habe mich nicht wohlgefühlt.

00:11:20: Auch mit den Betreuern habe ich mich teilweise nicht gut verstanden.

00:11:26: Ich hab mir auch am Ende der Zeit überhaupt nichts sagen lassen von den Betreiern.

00:11:31: Dadurch ist mein Lütter dann halt weggekommen, weil ich für ihn am Ende überhaupt nicht so wirklich sorgen konnte.

00:11:38: Weil ich einfach mit der ganzen Situation überfordert war.

00:11:41: Die ganzen Termine HNO und Herzkontrolle.

00:11:48: Das war dann so, dass mein Lötter halt weg gekommen ist.

00:11:51: Dadoch bin ich in die Einrichtung gezogen

00:11:56: Und wie bist du hier hergekommen?

00:11:57: Hat dich jemand vermittelt oder ... Bittest du von unseren Kollegen ...

00:12:01: Wunder?

00:12:03: Wir haben durch das Mutter-Kinzheim Versuch, Lösungen zu finden.

00:12:06: Wo ich letztendlich hingesehen bin.

00:12:09: Weil für das Mutter Kindheim war auch nicht die Lösung.

00:12:11: Na ja, wir schmeißen nicht auf die Straße und so uns egal.

00:12:16: Es war denen halt wichtig mich irgendwo zu vermitteln, wo ich dann wenigstens Obdach habe.

00:12:22: Und dadurch sind wir dann halt hier auf das Haus gekommen.

00:12:27: Das heißt, du bist dann ohne Kinder in den FrauenwG und war ja hier schon anders als jetzt.

00:12:33: Ja, definitiv.

00:12:34: Da haben wir ja auch vierundzwanzig Stunden.

00:12:36: ist jemand da mit von anderen Richtlinien hier.

00:12:40: Und hier kamst Du besser klar?

00:12:43: Hier kam ich tatsächlich

00:12:44: ein bisschen besser klar weil ich wusste dass ich halt diesen Druck halt nicht mehr habe.

00:12:50: Den Druck für die Kinder zu sorgen?

00:12:52: Genau.

00:12:56: Weil ich wusste, dass ich mich auch erst mal auf mich konzentrieren kann.

00:13:00: Um mein Leben wieder irgendwie zu sapieren und wieder auf die Beine zu kommen.

00:13:07: Das wird auch erstmal so, ne?

00:13:10: Dass das eine tolle Arbeit ist und wirkst ja recht stabil.

00:13:16: Man hat gesagt du hast deine Geschichte.

00:13:17: Ja klar, deswegen bin ich unendlich dankbar, dass sich in der Wäscherei arbeiten kann damit ich wenigstens ein bisschen Struktur habe.

00:13:25: Ja.

00:13:26: Du kriegst ja erst mal so ein bisschen für eine Ehrenamtspauschale und dann kann sich ja dieses Projekt.

00:13:31: VU ist ja für Menschen, die nicht richtig wissen wo soll die Reise hingehen?

00:13:36: Also die über das Arbeitsamt nicht so richtig vermittelbar sind oder die Projekte oder angefangenen Ausbildung haben nicht geglückt.

00:13:42: Deshalb gibt es ja unser Projekt, deswegen heißt auch VU also mit derjenige sich ausprobiert nicht wir sondern derjenig probiert wie viele Stunden schafft er sie lieber morgen, schafft ihr sie abends in welchem Bereich Und dann kann man das langsam an mich steigern, weil ich welche Möglichkeiten habe.

00:13:59: Ohne diesen klassischen Bewerbungsweg, der vielleicht nicht klappt.

00:14:03: Dazu ist es da und damit kommst du ja erst mal ganz gut zurecht mit dem wieviel Stunden hast du in der Woche?

00:14:09: Rein regulär hab' ich zwölf Stunden.

00:14:12: Ich mache aber am meisten Tagen wenn wirklich viel los ist auch ein bisschen länger.

00:14:20: Aber das ist für mich kein Problem.

00:14:23: Also da bist du schon stabil, was die Arbeit jetzt betrifft.

00:14:27: Könntest du auch erst eine zweite Stufe oder gucken ob man irgendwas anderes hinkriegt?

00:14:31: Total!

00:14:32: Bundesfreiwilligendienst oder es gibt ja so andere Möglichkeiten noch, die man machen kann um das noch mehr zu festigen oder so.

00:14:38: Weil Sinn und Zweck ist da das Projekt, damit man nachher nicht wieder überfordert ist im Hinterfeld sondern mit des langsamen Back-Aufgehtes.

00:14:45: Das haben wir uns also vorgestellt.

00:14:48: Scheint das bei dir auch sehr gut zu funktionieren.

00:14:51: Wie geht es dir so... Äh,

00:14:53: emotional.

00:14:54: Wenn ihr darüber Redes rückblickend ... Welche Zukunft hast du vor Augen?

00:15:00: Die wird ja nicht hier sein.

00:15:02: Nee.

00:15:03: Also ich wünsche mir für die Zukunft, dass ich irgendwann natürlich eine Wohnung kriege und das sich dann langfristig ... Alleine

00:15:12: hoffentlich nicht mit den Partnern erledigt, über dem wir weglaufen mussten.

00:15:16: Nein!

00:15:18: Ja, dass erst mal wieder stabil werde.

00:15:20: Mhm.

00:15:21: Genau.

00:15:22: Man wirst du dann ja Hilfe brauchen, ne?

00:15:23: Genau.

00:15:24: Das auf jeden Fall.

00:15:26: Und da hattest du schon Bemühungen eine Wohnung zu bekommen.

00:15:31: oder reichen deine Voraussetzungen also...

00:15:34: Es ist hier in Rostock.

00:15:35: es ist wirklich schwierig eine Wohnung finden.

00:15:38: ich habe schon viele Wohnungen angeschrieben auch schon angeguckt aber das meistens wenn man dann halt so wie ist Obdachlosenunterkunft da wohnt man?

00:15:48: nee danke möchten wir nicht finde ich halt ein bisschen schade, dass auch solche Leute keine oder wenig Chance kriegen eine Wohnung zu bekommen.

00:15:59: Nichtsdestotrotz versuche ich halt mal glückweiter, eine Wohnung irgendwo zu bekommen...

00:16:07: Ja, es gibt ja mehrere Wege.

00:16:09: nicht, weil das so hast du wie einen Schufeeintrag oder so wegen Schulden?

00:16:11: Das ist ja auch immer das Problem.

00:16:14: dann eine Wohnung zum Bekommen.

00:16:17: Dann gibt es glaube ich diesen Weg auch bei die Wohnungskommission.

00:16:19: Da muss man bei der Anzahl von Ablehnungen vorweisen und so, ja ist das schwer.

00:16:24: Also haben wir bei uns viele Wunderkeiten aber es ist nicht aussichtslos.

00:16:28: also zehn Jahre im Jahr, zehn bis zwanzig in eine Wohnung.

00:16:33: Ablegungen ertragen müssen.

00:16:34: Aber so ist es auch normal, ne?

00:16:35: Man ist ja auch ein bisschen auf der Schulter reingekommen und da muss man jetzt ... Entschuldigt dranbleiben!

00:16:40: Es gibt immer Rückschläge aber genau an dem Punkt darf man halt nicht den Kopf in den Sand stecken.

00:16:47: Du hast ja Sozialarbeiter, die dir versorgen, dass du nicht den Kopf in den Sonnenstegel steckst.

00:16:53: Besser Sozialarbeit als hier kannst du das tun.

00:16:58: Wenn du

00:16:59: dich Zeit zurückdrehen könntest und stellen mir vor, die Podcast hören jetzt auch Leute, die über Liberation sind.

00:17:06: Was würdest du denn ... was könntest du Ihnen empfehlen?

00:17:10: Ich kann auf jeden Fall empfeheln, egal wie viel Ärger man hat oder mehr, wie viele Rückschläge man einstecken muss, nie irgendwie auch zu gehen.

00:17:24: Es gibt immer irgendwie Mittel um Wege weiterzumachen, Lösungen zu finden

00:17:32: Irgendwas auch erkennen.

00:17:34: Ein Talent erkennt oder ein anderer, eine richtige Leutetreppe.

00:17:40: Da ist doch noch vieles möglich?

00:17:41: Ja.

00:17:42: Du bist ja noch so jung!

00:17:45: Wenn du dann ... Gut, du hast erst mal noch einen anderen Baustein, aber beruflich hättest du nochmal Interesse, ne Ausbildung zu machen?

00:17:54: Ne Ausbildung, ja.

00:17:56: Ich glaub momentan in meiner Situation ist das ein bisschen schwierig Wenn ich dafür jetzt gerade so gar keinen Kopf hätte.

00:18:04: Aber wenn du mal einen Kopf hättest, ist das sehr sicher ausgespürt.

00:18:08: Dann

00:18:08: würde ich auch eine Ausbildung machen.

00:18:10: Und würdest du im Servicebereich bleiben?

00:18:12: Oder hättetest du noch andere ...

00:18:15: Also hier nach dem, was sich halt ergibt, aber in der Freie Hoffnung.

00:18:21: Es gibt ja von Handwerk bis Klege.

00:18:23: Gibt es mögliche, ne?

00:18:24: Genau.

00:18:27: Jetzt bist du immer in der Wäscherei!

00:18:33: Mensch, das war sehr bewegend.

00:18:35: Danke dir, dass du uns das so erzählt hast und wir wünschen dir alles erdenkliche Gute und ganz viel Kraft.

00:18:41: Und von uns bekommst du jede eine Schützung, die du brauchst.

00:18:45: Das ist ...

00:18:46: War sehr bewegen, vielen Dank!

00:18:47: Hat sie diese Geschichte berührt?

00:18:50: Alle Infos zu unserer Arbeit

00:18:52: und wie Sie helfen können

00:18:54: finden Sie auf unserer Website www.obdachlosenhilfe-rossdog.de.

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