Folge 23: "Boah, meins!"
Show notes
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Show transcript
00:00:00: Man sollte immer wissen, woher man kommt.
00:00:02: Und wie man das auch ein bisschen zu bedanken hat, die einen geholfen oder unterstützt haben.
00:00:07: Obdachlosenhilfe Rostock – der Podcast.
00:00:11: Authentisch und ungeschönt!
00:00:15: Wir
00:00:15: zwei Hübschen haben uns ja schon mal unterhalten vor.
00:00:19: Ja?
00:00:20: Einiger Zeit.
00:00:20: ich denke es war jetzt genau ... ... ein Jahr her.
00:00:23: Ich glaub, das war im Sommer, ... ... zwei Tausendfünfundzwanzig?
00:00:26: Ja!
00:00:27: Als wir uns das letzte Mal hier zum Interview getroffen haben.
00:00:31: Wie ich mich
00:00:31: erinnere, ja.
00:00:33: Und da hast du einen spannenden Satz zu mir gesagt und der war ... ... Wohnung finden ist schwierig, ich bemühe mich, ich gebe nicht auf aber ich hab das Gefühl nächstes Jahr passiert was.
00:00:47: Nächstes Jahr wird mein Jahr.
00:00:48: Ja, richtig.
00:00:49: Habe ich gesagt ja.
00:00:50: Hast du
00:00:50: gesagt?
00:00:50: Und jetzt haben wir ein Jahr später ... ... und es obliegt jetzt dir zu erzählen was sich seither bei dir alles getan hat.
00:01:01: Wie gesagt, das ist ein Jahr her!
00:01:05: Und Anfang des Jahres rief mich dann tatsächlich meine Privatinsolvenz war zu Ende im Dezember.
00:01:11: Und Mitte Januar riecht mich der Kollege von der WG Süd an und sagte mir, Herr Foss ich habe eine Wohnung.
00:01:22: Ich stelle die nicht ins Netz.
00:01:24: wir machen ein Termin da noch Kleinstmöbel da drin waren.
00:01:27: der Mahler war noch da.
00:01:28: ich hab mich mit ihm getroffen ich glaube zwei Tage später hat man die Wohnung angeschaut.
00:01:34: naja gut reingegangen bin ja gar nicht.
00:01:36: ich habe gleich gesagt ich nehme die
00:01:37: wohnung du bist gar nicht eingegangen?
00:01:39: Nein warum nicht?
00:01:41: weil ich die wohne kennen auch vom Schnitt her.
00:01:45: Okay, ja?
00:01:46: Auch die Küche ist ganz normal, das ist zwei-fünfundzwanzig mal drei-fünfzig eine schöne große Küche.
00:01:53: und naja auf jeden Fall hat er mir zwei Tage später alles zugesendet.
00:01:59: Die ganzen Unterlagen, womit ich dann zum Handelsabzenter in die Schlesinger Straße gefahren bin und dort alles beantragt habe sei es Erstausstattung und ... Naja diese ganzen Gelder, die man dann bekommt.
00:02:13: Aber das ist ja nicht von heute auf morgen passiert, ne?
00:02:15: Also wir haben uns ja unterhalten.
00:02:17: Ich habe damals, als ich hier gearbeitet habe ... hab ich dich mitbetreut in dem Team.
00:02:23: und also dass der Wohnungsmarkt schwierig ist und dass es schwieriges Wohnungen zu finden, das ist weit aus bekannt.
00:02:31: Aber du bist ja immer dran geblieben,
00:02:33: ne?!
00:02:33: Ich kann mich auch erinnern zum letzten Gespräch, dass du gesagt hast, so viele geben irgendwann auf nach der fünftzehnten Absage!
00:02:39: Das war für dich aber nie eine ... Nein,
00:02:44: das ist keine Option.
00:02:45: Das hat sich ausgezahlt?
00:02:47: Ich bin am Ball geblieben ... ich hab ihn auch selber kontaktiert angerufen, Mädels geschrieben, mich ans Sozialamt gewendet bei Frau Kort.
00:02:59: Ja.
00:02:59: Warum, weshalb er mich nicht zurückschreibt und ... Aber auf dessen Nachfragen hat er ja auch nicht reagiert.
00:03:06: Und dann habe ich so gedacht, naja gut.
00:03:09: Da ist es so ein Bürokratieapparat.
00:03:11: Vielleicht versorgt der gute Mann mich ja doch nicht mit Wohnraum, bis dann tatsächlich erst geklappt hat.
00:03:19: Jetzt wo du weißt wie es ohne Wohnung ist, das hast du lang genug erlebt.
00:03:28: Wie ist dieses Gefühl für dich eine eigene Wohnung zu haben?
00:03:31: Das ist jetzt deines!
00:03:33: Du musst dich hier nicht mehr mit Mitbewohnern badteilen, Ich kenne dich ein bisschen eschofieren darüber, dass die Hygienestandate von einer oder anderen Mitbewohnern nicht eingehalten werden.
00:03:49: Was bedeutet das für Dich eine eigene Wohnung zu haben?
00:03:53: Das ist unbeschreiblich schön!
00:03:55: Ja ich war ja nur fast sechs Jahre hier in diesem Operlodenheim.
00:04:00: Sicherlich ist es schön, dass es so was gibt, sage ich auch immer wieder.
00:04:04: Aber das eigene, den Schlüsselbund auf der Tasche nehmen... Zwei Türen aufschließen, die zweite mache ich hinter mir zu und sage ... Boah.
00:04:14: Mainz!
00:04:16: Zurücklehnen?
00:04:17: Ach, ich koche jetzt ein Kaffee.
00:04:19: Geh auf den Balkon, trink mein Kaffe,
00:04:21: herrlich.".
00:04:23: Also das ist ... ja.
00:04:26: Unbeschreiblich schön.
00:04:27: Das sind diese Kleinigkeiten auch im Alltag, wie du jetzt sagst.
00:04:29: Schüssel rausnehmen und dann ... Das sind so Sachen.
00:04:32: Und ich glaub, dass muss man auch wirklich hervorheben, weil Menschen, die sich das anhören, Die wissen, dass er unter Umständen noch gar nicht zu schätzen.
00:04:40: Das ist wie wenn man erkältet ist und plötzlich eine volle Nase hat ... Und sich dann denkt, ich schätze es eigentlich nie wirklich, wenn ich frei atmen kann!
00:04:50: Weil das ist halt normal für viele Menschen.
00:04:53: Als ich hier gewohnt habe, hab' ich verschätzen gelernt Wenn ich aus dem Kalten komme.
00:05:01: aus der Stadt war durchgefroren, freuchte Klamotten.
00:05:05: Da hab' Ich geschätzt Hier sein zu dürfen.
00:05:10: Habe ein trockenes Zimmer gehabt, Heizung ging ... Das habe ich zu schätzen gewusst.
00:05:15: aber was jetzt ist das ist etwas ganz anderes, eine andere Welt.
00:05:19: Das ist trotzdem ein trockenes Zimmer und Heizungen?
00:05:23: Auf
00:05:23: jeden Fall!
00:05:23: Meine Kinder kommen mich besuchen.
00:05:25: Also das ist jetzt ein ganz anderes Level.
00:05:28: also das möchte ich nicht mehr weggeben.
00:05:30: Wie hat sich denn dein Leben drumherum verändert seitdem du deine eigene Wohnung hast?
00:05:34: weil es gibt dieses Bekannte, wir haben das in Wien.
00:05:38: Das ist ein Konzept und das bedeutet Housing First.
00:05:43: Wenn ich jetzt mal kurz umschreiben darf, das bedeutet diesen Ansatz wenn Menschen in Multi-Problemlagen sind.
00:05:48: da haben wir zum einen einmal der Alkoholsucht beispielsweise oder auch Schulden und die Wohnungslosigkeit, Abtachlosigkeit.
00:05:56: Und dieser Ansatz besagt dass es zuerst einen eigenen Wohnraum braucht unvernünftig an anderen Problemen arbeiten zu können.
00:06:07: Weil oft in vielen anderen Städten wird ja quasi der Wohnraum so als die Belohnung am Ende, wenn alles andere passt im Aussicht gestellt.
00:06:16: und zusammenhängend damit wollte ich fragen ob sich für dich auch in deinem Leben drum herum etwas verändert hat wo du sagst hey jetzt gibt es das ein oder andere Problem vielleicht doch gar nicht mehr weil jetzt habe ich eine eigene Wohnung?
00:06:28: Ja Mit Alkohol hab ich ja eh kein Problem gehabt, hier nicht.
00:06:33: So wie jetzt draußen auch nicht.
00:06:35: Und ja, Probleme habe ich bei der jetzt keine ... Das mit dem Geld ist alles geregelt.
00:06:42: Ich hab überall Daueraufträge, Seils, Mietestrom
00:06:45: etc.,
00:06:46: die ganzen Abjüge, die man so hat.
00:06:48: also das läuft
00:06:51: und ... Und es passt mit dem Gelb?
00:06:53: Du bekommst was für eine Leistung?
00:06:55: Ich bekomme meine Altersrente.
00:06:58: Ja!
00:06:59: Und dazu habe ich beantragt Wohngeld, da bekomme ich auch noch was dazu und das Aufkommen reicht.
00:07:07: Das freut mich ganz besonders weil für viele die sich jetzt vielleicht nicht mehr erinnern können du hast ja auch als du hier gewohnt hast immer gearbeitet.
00:07:16: Da gab es kein Faust sein, du hast angefangen hier im quasi in dem Foyou-Projekt dann warst du im Straßensozialdienst als im Bundesfreiwilligendienst wenn ich das richtig in Erinnerung hatte.
00:07:28: Das hat jetzt alles dazu geführt, dass du dich wirklich verdient zurücklehnen kannst und sagst ... ich bekomme Altersrente.
00:07:35: Ja?
00:07:36: Das ist ja auch nicht so selbstverständlich, wenn man den Weg durchgemacht hat, den Du durchgemachst hast.
00:07:44: Kann ich immer nur wieder sagen, mich aufgegeben.
00:07:47: Nein!
00:07:47: Diese Option habe ich für mich nicht zugelassen.
00:07:49: Mhm.
00:07:50: Ähm...
00:07:52: Ich wollte es auch meinen Kindern nicht vorleben.
00:07:53: Nee.
00:07:54: Kopf in den Sand rein, donnen oder anfangen zu trinken.
00:07:58: Nee, das ist für mich keine Option.
00:08:00: Noch immer nicht?
00:08:01: Nein!
00:08:02: Auch nicht wenn sich's wieder eingetrocknet.
00:08:05: Und du warst ja im Insolvenzverfahren.
00:08:08: Ist das jetzt mittlerweile abgeschlossen?
00:08:10: Das ist ganz ungeabgeschlossen seit November und dann kam der Dezember dieser einen Monat zur Oberphase wie auch immer.
00:08:17: Dann riecht mich auch der Kollege Herr Schwarz an von der Wohnortklossenschaft Süd.
00:08:22: Kann ich jemanden noch mal wieder sagen... Und ja, dass der mich auf den Schirm hatte und genau zu meinem Geburtstag, fünften der Zweite.
00:08:30: Er am fünftens Woden hat er mir den Mietwirt auch unterschreiben lassen.
00:08:35: Genau zum Geburtstag!
00:08:37: Bestes Geschenk...
00:08:38: Kann ich sagen das war das beste Geschenke, was du, was man dir machen konnte?
00:08:41: Ja, klar bin ich so ein eigener Mietvertrag.
00:08:44: Ich habe vorhin gestanden mit Tränen in den Augen trotz meiner sechsensechzig Jahre.
00:08:49: Na ja, man darf ja auch mit sechsundsechzig noch weinen.
00:08:51: Und dann, wenn man weint am liebsten aus so einem Grund.
00:08:54: Ja,
00:08:55: Freude!
00:08:57: Wie bestreitest du denn jetzt deinen Alltag?
00:09:01: Ist es besteht mehr aus einer Tätigkeit oder ist es einfach mal das Genießen und ein bisschen das Ankommen wie ... Wie sieht dein Leben da aus seitdem du hier aus der Obdachlosentilfe draußen bist?
00:09:12: Es muss nicht Eindrucksvoll klingen, ne?
00:09:14: Also wirklich ganz ehrlich.
00:09:16: Weil du hast es dir auch verdient, dich jetzt einfach mal zurückzulehnen und sagst ... Ich genieße meine Rente in meiner eigenen Wohnung!
00:09:22: Also noch... Na ja gut, jetzt im Sommer bin ich auch viel unterwegs draußen.
00:09:27: Ich geh mir an täglichen Aufgaben nach einkaufen zu Hause Wäsche machen und dies und das Und dann schon wie du gesagt hast eben Felix mich zurücklegen nochmal alles durch den Kopf gehen lassen Etage etage Und dann sagen, ich bin Renten.
00:09:47: Das muss aber jetzt alles ankommen?
00:09:49: So richtig bin ich noch nicht angekommen da, wo ich will!
00:09:53: Das braucht eine Zeit Sacken.
00:09:55: Bestimmt,
00:09:56: bestimmt und ich kann mir vorstellen dass es auch vielleicht damit zu tun hat weil du hast ja immer wie ich gerade erwähnt habe oder wie Du erwähnest immer gemacht und immer gearbeitet und immer getan.
00:10:05: Jetzt wenn du dich jetzt so ein bisschen in diesen neuen wunderschönen Zustand deiner Rente gewöhnt hast Hast du perspektivisch noch irgendwas am Plan, wo du sagst ja dann würde ich mich gerne noch engagieren.
00:10:17: Das würde ich gerne noch machen vielleicht jetzt auch ein muss als auch nicht gemeinnützig sein sondern vielleicht doch mal.
00:10:22: da möchte ich nochmal hin das möchte ich noch mal sehen dass das gehe ich jetzt an.
00:10:27: darum kümmere ich mich jetzt weil das ging alle jahre zuvor nicht.
00:10:31: hast du sowas?
00:10:32: Ich habe einen großen Plan!
00:10:33: Willst Du den teilen oder hast du Angst dass du ihn...
00:10:38: Nein sicherlich möchte ich den teilen Jetzt, wo es mir nicht so rosig geht.
00:10:46: Aber man hat ein Ziel und auf dieses Schild kann man ja pö-a-pö hinarbeiten.
00:10:53: Ich möchte nächstes Jahr nach Ägypten.
00:10:58: Das schon?
00:11:01: War das schon länger ein Wunsch von dir?
00:11:04: Meine Schwester ist jetzt erst drin da gewesen ... Sie sagte mit Sarah, wenn du da wärst, wär's besser!
00:11:13: Und da wird jetzt hingearbeitet.
00:11:16: Also so eine Reise nach Ägypten, ein Urlaub quasi?
00:11:20: Einmal
00:11:21: im Leben nach Ostdeutschland.
00:11:25: Hast du das bestimmte Sinn im Kopf in Ägyptien oder...?
00:11:29: Ich würde mal einmal die Pyramiden gucken und dann den Urlaub genießen.
00:11:37: Dann war es das auch.
00:11:38: Was er Sonne!
00:11:40: Nee, möcht
00:11:41: ich nicht.
00:11:41: Dann hat man sich mal einen Traum erfüllt und ich sag jetzt bist du auf dem besten Weg dorthin, dass man den mal angehen kann.
00:11:47: Weil wie gesagt, jetzt stimmt einmal der Rahmen ... Und jetzt kannst du dann von da aus weitergehen.
00:11:53: Du hast das gesagt mit der Schwester?
00:11:55: Ich hab' nicht mehr in Verbindung mit dir.
00:11:56: Du hattest eigentlich ein relativ gutes soziales Netz.
00:11:59: Noch immer!
00:12:00: Ja, du hast gesagt Kinder und die Schwester sind denn so die wichtigen Menschen in deinem Leben, die dich begleiten?
00:12:06: Das ist meine Schwester, mein Schwager Meine beiden Kinder und die Mutter zu den beiden Kindern.
00:12:15: Also das ist so meine Familie, die jetzt noch für mich da ist.
00:12:20: Aber die haben dich ja auch begleitet durch die Zeit, wo du hier warst?
00:12:23: Ja.
00:12:24: Konnten mich zwar nicht besuchen ... Jetzt wird's nachgeholt.
00:12:28: Morgen kommt mal eine Tochter wieder rein.
00:12:32: Die ist bestimmt alle vierzehn Tage immer da.
00:12:34: Wir telefonieren öfter und schreiben sicherlich.
00:12:38: Aber so das Besuchen ist ja wieder was anderes.
00:12:40: Wie nur Handyschreiben, mal die Sprache hören ... Wie geht's?
00:12:45: Wie geht Papa alles in Ordnung und ...
00:12:48: Sich auch mal gegenüber sitzen und den Kaffee oder
00:12:51: was Anderes.
00:12:53: Wir sind sicher auch stolz auf dich wie sonst dort, dass du es da rausgebracht
00:12:58: hast.
00:12:59: Gut der Sohn fängt jetzt sein zweites Lehrjahr an.
00:13:04: Das Altenpflege macht er ja immer Spaß!
00:13:07: Das ist gut.
00:13:09: Es braucht mehr Leute, die Spaß an diesen Berufen haben.
00:13:13: Da baut sich Gesellschaft drauf auf so ein bisschen.
00:13:17: Gibt es auch etwas, was
00:13:19: du
00:13:20: vermisst seitdem du hier ausgezogen bist?
00:13:25: So, sei's jetzt Routine, sei das freundliche Gesicht damit Bewohner am Morgen oder der gute Carp-Spiel.
00:13:34: Ich hab mal damals so gesagt, wenn ich wegziehe ... Ich bin nicht aus der Welt, ich komme mir hier vorbei.
00:13:40: Setzt mich zum Kaffee unten hin und trinkt mit dem ein oder anderen Kaffe, wo wie Ralf aus der Küche ...
00:13:49: Ja?
00:13:50: Trinkt da einen Kaffel, dann bin ich ja eine Nachbetreuung mit Jenny, den gehe ich im Foyou, da sind ja auch Leute, mit denen ich mich unterhalten kann.
00:13:59: Ist das nicht so, dass ich hier mit keinem Menschen klargekommen bin?
00:14:03: Natürlich
00:14:04: nicht!
00:14:04: Ich habe trotzdem gearbeitet, hier rauszukommen.
00:14:07: Ich wurde auch unterstützt, als ich dir Wohnung hatte.
00:14:10: Es gibt viele Personen ... meine Betreuerin hat mich unterstützt also die Rieke von Katja habe ich sehr flotte Stützen bekommen und Dörte.
00:14:23: Also das sind Personen, die ich bestimmt nicht vergesst.
00:14:27: Nee, ist ja auch genug.
00:14:28: Man
00:14:29: sollte mal wissen, woher man kommt?
00:14:31: Und wie man das ein bisschen zu bedanken hat, die angehunterholfen oder unterstützt haben.
00:14:35: Genau, ein ganz herofen kommt aber natürlich auch von dir.
00:14:38: Von außen kann man unterstützen was man möchte da kann man teilweise gegen die Wände laufen.
00:14:43: Auf den Achtzig Prozent ist er erst mal selbst?
00:14:46: Genau das denke ich auch, das ist ganz bestimmt so sogar.
00:14:50: Das war nicht meine nächste Frage das heißt du bist jetzt noch in
00:14:54: Nachbetreuung.
00:14:56: wie sieht das aus bei dir in deinem Fall?
00:14:58: Das habe ich damals mit dem Sozialamt ja so klar gemacht.
00:15:03: Das hat seit die Stadtlichheit beim Monat glaube fünf Stunden zur Verfügung, zur Postbearbeitung.
00:15:10: Das wollte ich ... um erst mal auf der ganz geraden Schiene zu fahren mit dieser Nachbetreuung so wie Wohngeldanträge ausfüllen.
00:15:19: Das ist ja ...
00:15:20: Anträge in der Bürokratie, Deutschland und Österreich.
00:15:24: Wir kannten das gut!
00:15:25: Ja, ja.
00:15:26: Und das haben wir auch zum Sozialamt so gesagt gehabt?
00:15:28: Ja, da ist nicht so mein Ding
00:15:32: dieses
00:15:32: ... ganze Frage und dies, wie groß und seit wann.
00:15:37: Nein!
00:15:38: Deswegen will ich die Betreuung, diese Nachbetreuung zur Postbearbeitung.
00:15:42: So wenn das jetzt ausläuft, das geht ein Jahr.
00:15:45: Jetzt Ende September muss ich wieder hin.
00:15:48: Vielleicht sind es nachher nur noch zweieinhalb Stunden, die bewilligt werden.
00:15:52: im Monat reicht mir auch so viel Post bekomme ich jetzt nicht mehr.
00:15:55: Das ist abgeschlossen.
00:15:57: Also mein Briefkasten... Mein Briefkassen ist jetzt leer.
00:16:02: Okay, das schließt so an das an.
00:16:03: Da muss ich dir mal doch wieder eine Postkarte schreiben.
00:16:05: Das ist zumindest ein freundlicher Brief in den ... Ja,
00:16:08: richtig!
00:16:08: Vor dem Postkasten flatt hat hier.
00:16:11: Aber nee, das freut mich total.
00:16:13: Also wenn wir uns jetzt in zwei Jahren, sagen wir in drei Jahren noch einmal zusammensetzen?
00:16:22: Was möchtest du mir dann erzählen, was sich seither getan hat?
00:16:26: Dann kann ich dir erzählen wie es in Ägypten war.
00:16:31: Für mich wird sich da nicht viel geändert haben.
00:16:34: Ja gut, die Jahreszeit kann ich sagen das und das und dass.
00:16:37: Ich hoffe meine Gesundheit spielt noch so lange So gut mit wie ich jetzt drauf bin Weiß man manchmal auch immer nicht
00:16:45: Aber dir geht es dergut also bist du gesund.
00:16:50: Wenn's besser wäre können wir Sport machen.
00:16:53: Was machst du?
00:16:53: Hast du sonst Hobbys, die du regelmäßig verfolgst?
00:16:56: Nein, habe ich aber keine.
00:16:59: Ist auch geschätzt, oder?
00:17:00: Wenn man mich fragt.
00:17:04: Also ich könnte jetzt auch keine Liste aufzählen mit Dingen die ich mache um mir die Zeit zu vertreiben.
00:17:11: Aber Reisen ist doch ein Hobby.
00:17:13: beispielsweise, wenn du jetzt sagst ...
00:17:15: Reisen, reisen, Hobby kann man wohl auch nicht so sagen.
00:17:20: Ich gehe öfter mal oder fahr gerne in die Stadt und bin unter Leuten ja!
00:17:25: Man ist so ... in der Einwohnung, das ist eine.
00:17:29: Genau.
00:17:30: Sehr schön!
00:17:31: Was heißt deine Ruhe?
00:17:32: Man kann auch nur tun was man will.
00:17:34: Ist kein Rechenschaft schuldig und wenn ich morgens mal ne Stunde länger schlafe, dann schlaf ich ne Stunde
00:17:38: lange.
00:17:39: Das ist ja legitim.
00:17:42: Und du hast da wie du erzählt hast ein soziales Netz.
00:17:45: Also du vereinsamster nicht.
00:17:46: Nein,
00:17:47: nein,
00:17:48: nein.
00:17:49: Es ist ja dann etwas, was man auch häufig ... wo ich bei Menschen dann sieht, die ewig lange in einer Einrichtung gelebt haben und alleine sind.
00:17:55: Und so ein bisschen einsam werden.
00:17:58: Du hast den ganzen Tag Menschen um dich, wenn du hier lebst.
00:18:02: Ob du es willst oder nicht?
00:18:03: Selbst wenn du dich in dein Zimmer einschließst ... hast du minimum eine andere Person mit dabei.
00:18:11: Ja!
00:18:13: Das mit dem Haushalt läuft weiterhin gut.
00:18:14: Weil der Harald war ja der.
00:18:16: Muss ich kurz erzählen, wo ich immer rein bin.
00:18:18: Dann haben wir uns erst mal krisensitzungsmäßig zusammengesetzt, weil der Hygiene-Standard mit Bewohnern nicht ganz so entsprachene.
00:18:27: Hartz sagen und mal sowas du verlangt hast oder auch einen Anspruch an dich hattest.
00:18:33: Ja,
00:18:34: das war mein Anspruch!
00:18:35: Und den ziehst Du noch immer, du auch in Deiner eigenen Wohnung ist?
00:18:37: Immer!
00:18:38: Also es war nicht nur Schauspiel
00:18:42: für... Nein, das ist nicht nur hier, weil ich den anderen ärgern wollte.
00:18:48: Nein, das ist mein Anspruch.
00:18:50: Das
00:18:50: ist dein Anspruch?
00:18:51: Sehr schön!
00:18:52: Und die Wohnung hast du gesagt, wie groß ist sie?
00:18:55: Siebenunddreißig
00:18:58: Quadratmeter und da hast du alles drin was du benötigst fürs Leben.
00:19:01: oder kommt noch etwas wo du sagst, das möchte ich mir noch anschaffen.
00:19:04: Playstation oder so hat
00:19:06: mich zwei Stück.
00:19:07: Zwei?
00:19:07: Die drei und die vier ja.
00:19:10: Na dann... Da weiß ich schon, was du in der Freizeit machst.
00:19:14: Sehr schön.
00:19:14: Genau!
00:19:15: Das ist auch ein Hobby.
00:19:18: Harald, ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns in ein paar Jahren noch mal auf den Update hören.
00:19:22: Ich freue mich irrsinnig, dass das für dich so gut geklappt hat und aufgegangen ist... ...und wünscht dir natürlich alles Gute.
00:19:28: Das nächste Interview machen wir in meiner Wohnung?
00:19:30: Das nächste interview machen wir an der Wohnung.
00:19:32: Genau.
00:19:32: Vorher kriegst du eine Postkarte von mir.
00:19:34: Ja, gut.
00:19:35: Alles Gut.
00:19:35: Ich
00:19:35: danke dir.
00:19:36: Nicht dafür.
00:19:37: Gerne.
00:19:38: Hat sie diese Geschichte berührt?
00:19:40: Alle Infos zu unserer Arbeit
00:19:42: und wie Sie helfen können, finden sie auf
00:19:44: unserer Website www.obdachlosenhilfe-rossdog.de.
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